Pressepaket: Kreativpiloten 2015 aus Nordrhein-Westfalen

Veröffentlicht am 19. November 2015 Unter Allgemein 0 Kommentare

Dear Reality UG (Düsseldorf)
funktioform (Preußisch Oldendorf, LK Minden-Lübbecke)
krauses (Mönchengladbach)
Perspective Daily (Münster)

 

Dear Reality UG (Düsseldorf)

Die Spielwelt des Hörens

„Über das Hören hat der Mensch einen direkten Zugang zu Imagination und Fantasie. Denn Hören bedeutet Interpretation, es funktioniert als eine Art Rückkopplungsprozess und Abgleich mit unseren Erinnerungen“, sagen Achim Fell und Christian Sander, sie sind Spezialisten für Geräusche und Klänge und Gründer der Sound-Design-Agentur Dear Reality. Als Toningenieure und Game-Designer haben sie eine 3-D-Audio-Software für Virtual Reality, Games und 360-Grad-Filme entwickelt.

Mit ihrer Software „dearVR“ erschaffen sie realistische, dreidimensionale Klangwelten um den Zuhörer herum – und das mit jedem beliebigen Kopfhörer. So erarbeiten sie auditive Spielekonzepte und interaktive Anwendungen, z. B. im Games-Bereich, durch die neue und kreative Möglichkeiten für Narration und Gameplay entstehen. Für den WDR haben sie Anfang dieses Jahres eine neue Art von Audiogame entwickelt mit dem Titel „39“ – eine Kreuzung aus Hörspiel und Game, die als App funktioniert und die man sich als Radiohörspiel-Mystery-Thriller anhören kann.

Mehr unter: www.dear-reality.com

Statement

„Als Kultur- und Kreativpiloten erhoffen wir uns Aufmerksamkeit für die kreative Tongestaltung mittels 3-D-Audiotechnologie – in allen audiovisuellen Medien. Unser Wunsch ist es, innovative Projekte und spannende Kooperationen zu finden, die Raum für das Hören bieten.“
Achim Fell und Christian Sander

Bild

Quelle: Dear Reality UG

Quelle: Dear Reality UG

 

funktioform (Preußisch Oldendorf, LK Minden-Lübbecke)

Schönheit folgt Funktion

Warum Alltagshilfen für gehandicapte Menschen zwar funktionell, aber in der Regel auch alles andere als schön oder originell sein müssen, hat Silke Scholz nie verstanden. Also entschied sich die Ergotherapeutin und Innenarchitektin dazu, Alltagshilfen mit Design zu entwerfen. „Meine Produkte sollen gehandicapte Menschen bei den alltäglichen Dingen des Lebens unterstützen und vor allem die Selbstständigkeit erhalten oder wieder ermöglichen. Wichtig ist mir, dass sich meine Kunden bei der Benutzung meiner Produkte wohl fühlen und sie trotz Handicaps ihren gewohnten Lifestyle führen können.“ So entstand beispielsweise ein Frühstücksbrettchen für einarmig Gehandicapte, das nicht als Alltagshilfe auffällt – es beugt so der Stigmatisierung des Betroffenen vor und schmückt außerdem durch außergewöhnliches Design jeden Frühstückstisch.

Mehr unter: www.funktioform.de

Statement

„Ich möchte mein Unternehmen Funktioform groß und bekannt machen, so dass jeder gehandicapte Mensch die Möglichkeit hat, schöne Alltagshilfen zu kaufen und seinen Lifestyle beizubehalten! Die Kreativpiloten sind vor allem ein Anfang, das Unternehmen in die richtigen Bahnen zu lenken.“
Silke Scholz

Bilder

Quelle: funktioform

Quelle: funktioform

Quelle: funktioform, Foto: Nicole Friedemann

Quelle: funktioform, Foto: Nicole Friedemann

 

krauses (Mönchengladbach)

Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt.

„Ich möchte – das klingt sehr pathetisch, es tut mir Leid – unsere Städte lebenswerter machen“, erläutert Norbert Krause seine Motivation. Seit 2010 verwirklicht er in seiner Heimatstadt Mönchengladbach Projekte, die es Bürgern und Verwaltungen erleichtern, neue Sichtweisen einzunehmen. Mittel zum Zweck sind ihm dabei Kunst und Design. Seine Aktionen und Interventionen befassen sich mit der Aneignung öffentlichen Raums oder urbaner Mobilität; die Stadt ist dabei nicht nur Leinwand, sondern auch Auftraggeber. Um beispielsweise die Kultur des Radfahrens in Mönchengladbach zu fördern, startete Norbert Krause das Projekt „200 Tage Fahrradstadt“, das so viele Leute und Institutionen wie möglich mit dem Thema Fahrrad verknüpfte. Vom Fahrrad-Yoga über das Tandem-Single-Speed-Dating bis hin zu den Niederrheinischen Sinfonikern, die ein Fahrrad-Konzert von Yoko Ono aufführten, brachte er 200 Tage lang den Bürgern das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel näher. Sein Projekt „Nächste Ausfahrt: para_dies“ motivierte zum Nachdenken über die Region. Und mit dem Projekt „WIR – Ein Gruppenfoto“ setzte er einen Kontrapunkt zum anonymen Nebeneinander-Wohnen in Hochhäusern.

Das in den vergangenen Jahren durch die verschiedenen Projekte Gelernte will Norbert Krause nun in das eigene Produkt – krauses – überführen, um es anderen Auftraggebern außerhalb der Stadtgrenzen von Mönchengladbach anzubieten.

Mehr unter: www.krauses.info

Statement

„Die Auszeichnung soll Vehikel sein, um höher schneller weiter zu kommen. Oder um einfach besser und nützlicher zu werden. Natürlich ohne Kerosin, dafür mit Muskelkraft.“
Norbert Krause

Bild

Norbert Krause "Der gute Weg", Quelle: krauses, Foto: Raupold, Isabella

Norbert Krause „Der gute Weg“, Quelle: krauses, Foto: Raupold, Isabella

 

Perspective Daily (Münster)

Lösungsorientierter Journalismus

„Wir leben in einer Zeit voller Herausforderungen: Klimawandel, steigende Bevölkerungszahlen, zunehmende Ressourcenknappheit und wachsende Ungleichheit. Obwohl in vielen Fällen technologische und gesellschaftliche Lösungen existieren oder zumindest in der Entwicklung sind, mangelt es meist an einer großflächigen Umsetzung. Vor allem fehlt es an Menschen, die bei der Umsetzung von Lösungen helfen“, so die Gründer von Perspective Daily, einem Online-Magazin, bei dem die Macher auf lösungsorientierten Journalismus setzen. Denn einen Grund für die genannten Entwicklungen sehen Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg in der negativ ausgerichteten Berichterstattung der Medien – dort würden eher Probleme fokussiert, als Lösungen geboten. Genau an diesem Punkt wollen die drei Gründer mit ihrem Onlinemedium die Alltagsmedien ergänzen und Vorreiter für einen neuen Online-Journalismus in Deutschland sein. Sie setzen nicht auf Schreckensnachrichten und Einzelereignisse, sondern auf einen konstruktiven Journalismus mit Blick nach vorn. Die Beiträge sollen nicht mit der Beschreibung von Problemen enden, sondern insbesondere Lösungen diskutieren. Dabei geht es nicht darum, fertige Ergebnisse zu präsentieren, sondern gesellschaftliche Diskussionen über Lösungsmöglichkeiten anzuregen. Ihren Lesern wollen die drei Journalisten damit wieder das Gefühl geben, selbst einen Beitrag zur Lösung von zeitaktuellen Herausforderungen leisten zu können.

Mehr unter: www.perspective-daily.de

Statement

„Wir wollen zeigen, dass ein konstruktiverer Journalismus möglich und gewünscht ist – die Auszeichnung hilft uns, Kontakt zu Menschen zu finden, die genauso denken.“
Dr. Bernhard Eickenberg, Han Langeslag und Dr. Maren Urner

Bild

Quelle: Perspective Daily

Quelle: Perspective Daily

Quelle: Perspective Daily, Foto: Marvin Kronsbein

Quelle: Perspective Daily, Foto: Marvin Kronsbein