Besuch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im neuen Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Berlin

{gestalten} – „Kultur ist nicht nur fürs Feuilleton“

Über fünfzig Gäste haben sich am Donnerstag, 28. April 2016, im Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft zusammengefunden, um gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern die neuen Wirkungsfelder der Kultur- und Kreativwirtschaft zu diskutieren. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, nutzte die Gelegenheit, um sich in der Vorbereitungsphase einen ersten Einblick von der Arbeit und Schwerpunktsetzung des neuen Kompetenzzentrums zu verschaffen. 

Die Kultur- und Kreativwirtschaft noch sichtbarer zu machen: Das ist ein wichtiges Anliegen, das wir mit dem neuen Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes verbinden. Denn wir brauchen die schöpferische Kraft der Künstler und Kreativen und ihren Mut zum Experimentieren mehr denn je, um Schritt halten zu können mit dem rasanten Wandel im Zeitalter der Digitalisierung und des globalen Wettbewerbs“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede.

Vielseitige und spannende Einblicke in künstlerisches Performen und Arbeiten liefern die Künstler Norbert Krause, das Schweizer Künstlerduo Frank und Patrik Riklin sowie die Regisseurin Petra Leonie Pichler. Mit ihren Projekten zeigen die Künstler und Kreativschaffenden, wie sich Kultur und Kunst in die Alltagsumgebung einbringen lässt und dadurch Zuschauer, Passanten und Interessenten einbezieht, zum Nach- oder sogar Umdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet.

Das große Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft weiß auch die Politik zu schätzen.  Monika Grütters betonte: „Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, mit ihren Ideen auch ökonomisch erfolgreich zu sein. Über die bisherige Unterstützung hinaus gibt es für die Förderung der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft in meinem Haus einen eigenen Haushaltstitel von 1,5 Millionen Euro.“

Im Anschluss an die Präsentationen der Künstler fand ein reger Austausch über Intention und Wirkungsfelder der Arbeiten statt. Deutlich wurde auch der große Nutzen der Kultur- und Kreativwirtschaft für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Überraschende Erlebnisse, ungewöhnliche Sichtweisen und innovative Denkansätze lassen sich nicht auf klassische Kunsterlebnisse beschränken. In der Ausstellung, die im Rahmen der Veranstaltung über den Dächern Berlins im Kompetenzzentrum stattfand, zeigten TechArt-Künstler Julian Adenauer und Maren Geers und Thomas Drescher von „Wimmelforschung“ konkrete Beispiele für eine Kooperation zwischen Wirtschaft, Technologie und Kultur.

Am 7. Juni wird das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes die offizielle Einweihungsfeier zur Eröffnung in Berlin feiern. Zu diesem Anlass hat sich bereits Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigt. Das Kompetenzzentrum hat im März seine neuen Räumlichkeiten in Berlin bezogen und die Schwerpunktsetzung seiner Arbeit geschärft und optimiert. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Entwicklung von Kooperationen zwischen der Kreativwirtschaft und anderen Branchen, das Werben für das Innovationspotenzial der Kreativwirtschaft sowie das Bereitstellen von Vernetzungsplattformen. Das Kompetenzzentrum ist Teil der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung.

Foto: William Veder