Warum gibt es ein Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft?

Veröffentlicht am 28. April 2016 Unter Aktuelles 0 Kommentare

Mut zum Experiment – Kunst jenseits des Kunstbetriebes: Seit März 2016 befindet sich das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes an seinem neuen Standort in der Jägerstraße 65 in Berlin. Mit dem Umzug in die Hauptstadt hat sich auch die Ausrichtung des seit 2008 tätigen Kompetenzzentrums verändert. Im Mittelpunkt der Arbeit steht als diesjähriges Schwerpunktthema die DNA der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes thematisiert und diskutiert die spezifischen Potenziale und impulsgebenden Besonderheiten der Kultur- und Kreativwirtschaft für Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters machte sich bei ihrem Besuch am 28. April 2016 ein eigenes Bild von der Neuausrichtung des Kompetenzzentrums. Im Gespräch mit Künstlern und Kulturschaffenden, die jenseits der klassischen Feuilletons als TechArt-Künstler, Projektdesigner und Kunst- und Kulturforscher aktiv sind, entschlüsselte sie die vielfältigen Wirkungsfelder von Kultur- und Kreativwirtschaft.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft noch sichtbarer zu machen: Das ist ein wichtiges Anliegen, das wir mit dem neuen Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes verbinden. Denn wir brauchen die schöpferische Kraft der Künstler und Kreativen und ihren Mut zum Experimentieren mehr denn je, um Schritt halten zu können mit dem rasanten Wandel im Zeitalter der Digitalisierung und des globalen Wettbewerbs“, erläuterte die Kulturstaatsministerin in ihrer Eröffnungsrede gegenüber den geladenen Künstlerinnen und Künstlern.

Die beiden Leiter des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft, Sylvia Hustedt und Christoph Backes, freuen sich über diese Anerkennung: „Für uns ist der Besuch von Monika Grütters ein Zeichen dafür, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft politisch stärker als bisher wahrgenommen wird. Wir wollen zukünftig die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft aus der Nische in die Mitte holen.“

Dabei tritt das Kompetenzzentrum als Partner und Botschafter der Kultur- und Kreativschaffenden auf, das Vernetzungen schafft, weiterführende Fragen stellt und so den Fokus auf die elf Teilbranchen des Kultur- und Kreativmarktes lenkt. Ziel ist es, in die Strukturen, Wirkungsfelder und Handlungsräume von professioneller Intuition, Imagination und Inspiration eintauchen, um Kultur- und Kreativschaffenden  Foren, Plattformen und Partnerstrukturen zu eröffnen und ihre Wahrnehmbarkeit zu verbessern. Wir schaffen Orte, wo man Neuem neu begegnet.

Am 7. Juni folgt die offizielle Einweihung des neuen Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Rahmen der Feier wird sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel einen persönlichen Einblick in die Neuausrichtung des Kompetenzzentrums verschaffen.

Fotos: William Veder